Konzertbericht 2011 in der BNN

 Vielseitiges Stimmungsgemälde

 

 Jahreskonzert   des Musikvereins  unter dem Motto „Mythen und Legenden"

 

Durmersheim (ow). „Mythen und Legenden" lautete das Motto des Jahreskonzerts des Mu­ sikvereins 1868 Durmersheim in der Hardt­ sporthalle. In der voll besetzten Halle nahmen dabei sowohl die Jugendkapelle unter der Lei­ tung von Marcel Roth, als auch die Gesamtka­ pelle dirigiert von Dagmar Bierhalter die Zu­ hörer mit auf eine abwechslungsreiche und beeindruckende Reise.
Die als Reisebegleiterinnen fungierenden Moderatorinnen Verena Muchala und Sabrina Koch begannen mit einem Schuss ironischen Humors indem sie die Zuhörer im „Westflügel des Hardt-Festspielhauses" begrüßten. Nach dem Grußwort des Vorsitzenden Holger Peter verdiente sich zunächst die von Marcel Roth geleitete Jugendkapelle den Beifall, zuerst mit dem „Fluch der Karibik" von K. Badelt, dann mit den Rhythmen des von J. Moss arrangierten „Mambo Nr.5“.
Als Trompetensolist stellte sich Moritz Meschkat vor in „El Toro Rojo Grande" von Len Orcino. Der Dirigent Marcel Rothund sein Orchester lieferten einen eindrucksvollen Be­ weis dafür, dass der Nachwuchs bestens kon­ ditioniert ist. Mit „Marcia Milano" von A. Pon­ chielli begann die Gesamtkapelle mit ihrer Di­rigentin Dagmar Bierhalter ihren Siegeszug in die Herzen der Zuhörer.
Ein vielseitig angelegtes Stimmungsgemälde vom Geheimnisvollen über das Märchenhaften bis hin zum Fröhlichen und Festlichen gestal­tete das Orchester mit „Der Mönch und die Mühlen" von T. Doss. Vom gleichen Kompo nisten erfreute die Musik mit einem Einblick in die Schönheit des Österreichischen Mühltals in der „Green Hills Fantasy", wobei auch der Konflikt mit den Kelten in Klang umgesetzt wurde. Das nächste Stück „Roller Coaster" von Otto M. Schwarz setzte Erlebnisse mit der Achter­-

Jahreskonzert_2011.jpg

bahn, auch einen Besuch im Europa-Park, in glänzender Weise in Musik um. Vor dem musi­ kalischen Ausflug in amerikanisch orientierte Musik gab es eine halbstündige Pause, in der man die Besucherschaft mit Speis und Trank erfreute. Dann wurden für die Kenner Erinne­ rungen wach mit den farbenreichen Klängen aus „Ein Amerikaner in Paris" von George Gershwin im Arrangement von N. Jwai. Die abwechslungsreiche Geschichte erhielt einen zusätzlichen Reiz durch mehrere hervorragen­ de Solobeiträge, die diesen Ausflug nach Paris zu einem nachhaltigen Erlebnis werden ließen. Die von J. Riggins arrangierten „Irving Berlin Showstoppers" wurden dem Versprechen ge­recht, „Knüller, Kracher und Volltreffer" zu liefern - in Verbindung mit Ohrwurmmelo­dien, wie dem „There is no business like Show­ business". Natürlich durfte Michael Jackson nicht feh­len, von dem ebenfalls einige Kompositionen zu hören waren.
Als Besonderheit hatten sich die Dirigentin und die Musizierenden zusam­ men mit dem erfahrenen Tontechniker Dieter Hildbrand eine Kombination von Bild und Klang ausgesucht: Auf der Großleinwand konnte man die visuelle Version des „Dschun­gelbuch" verfolgen und bekam zugleich die exotischen Klänge aus der grünen Hölle akus­ tisch mit dazu. Die Begeisterung der Zuhörerschaft erzwang neben weiteren Zugaben auch ein Da Capo dieser Vertonung und die bildliche Darstellung des Buchs von Rudyard Kipling. So dürfte mancher Zuhörer gerne die Einla­dung zu den nächsten Terminen des Musikver­ eins wahrnehmen: Das Muttertagskonzert am 8. Mai und das Feiern in der Bäretriewerhütte am 2. Juni.